Die objektive Meinung von Experten

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch wieder ein bisschen über meinen Weg zur Bodybuilding Wettkampfbühne berichten. Ich habe mir ja erst kürzlich einen Coach gesucht, über den ich euch später mehr berichte. Auf der Suche ist mir etwas Interessantes begegnet, dass ich mit euch teilen will. 
Wenn ihr auf Coachsuche seid, oder ihr vielleicht schon einen habt, hilft euch das vielleicht, euren Coach als ebenfalls menschliches Wesen mit bestimmten Vorstellungen und Erwartungen zu betrachten. Und für alle anderen ist eine amüsante kleine Anekdote. Wer sich über meinen Recherche Prozess orientieren will, kann das in diesem Artikel tun. Ich stand am Anfang dieses Artikels an dem Punkt, bereits einige in Frage kommende Coaches heraus gesucht zu haben und mich mit ihnen dann auch zu treffen. Ich werde hier keine Namen nennen, weil ich keine Politik machen will oder will, dass sich jemand komisch vorkommt. Ich möchte noch kurz vorher sagen, dass ich selbst meine Stärken in Schultern, Lat und Oberschenkel sehe und meine Schwächen in Po, Rücken und Hüfte/Bauch.
Coach 1 Vor meinem ersten Treffen mit einem echten Vorbereiter (Coach) war ich mega aufgeregt. Ich hatte richtig Herzklopfen und mir war ein bisschen übel. Warum? Naja ich hatte Angst, sie lachen mich aus und sagen „du Lauch, auf die Bühne? Am besten noch dieses Jahr. Niemals. Nicht in drei Jahren“. Das hätte vielleicht meine Motivation für immer untergraben. Natürlich ist es nicht dazu gekommen. Im Gegenteil, ich wurde sehr herzlich empfangen und gelobt. Ein bisschen natürlich über meine Vorgeschichte und mein Training ausgefragt, aber alles sehr positiv. Ich sollte schon einmal die Grundposen machen, damit mein Körper beurteilt werden kann. Die Beurteilung war durchwegs gut. Die Einschätzung: „Super also, dass du gern Beine trainierst sieht man auch der Po. Rücken ist nicht so deine Stärke“. Ich : WTF, mein Po? Aber gut die Einschätzung war in Ordnung. Ich also mehr Rückentraining in meinen Trainingsplan geschrieben und gegoogelt, wie ein trainierter Rücken überhaupt aussieht.
Coach 2 Dieses Mal war ich schon weniger aufgeregt. Immerhin wusste ich ja jetzt, dass meine Figur irgendwann vielleicht mal bühnentauglich werden kann. Empfangen wurde ich wieder sehr herzlich und im Verlauf des Gespräches wurde immer klarer, dass dieser Vorbereiter mich lieber in einer Physik Klasse sehen würde, als in den Fitness Klassen. No way. Na gut. Ich habe wieder die Posen gemacht. Die Einschätzung: „Also an den Oberschenkeln musst du noch arbeiten, unterer Rücken und Lat sind auch noch zu tun. Die Schultern kommen schon schön raus.“ Aha. Da haben wir doch schon die erste Ungereimtheit. Beide Vorbereiter sind durchaus gestandene Menschen in der Szene und haben langjährige Erfahrung mit Athletinnen und trotzdem waren ihre Einschätzungen völlig konträr. Wobei ich natürlich lieber Coach 1 glauben wollte, schließlich bin ich sehr stolz auf meine Oberschenkel.
Coach 3 Hier war ich dann doch wieder aufgeregt, denn Coach 3 war mein heimlicher Favorit. Ich wollte unbedingt zu ihm. Der Grund dafür, das werde ich in einem anderen Post nochmal schreiben, ist mittlerweile fast hinfällig. Der Empfang war ebenfalls herzlich. Die obligatorischen Posen wurden gemacht. Hier wurde das erste Mal angesprochen, dass ich völlig schief bin und unbedingt zum Chiropraktiker muss. Das weiß ich...schon lange...aber nunja Arztbesuche sind nicht gerade ein Hobby von mir. Die Einschätzung: „Die Beine sind klasse. Schultern und Bizeps muss noch viel mehr drauf. Lat kommt schon gut, aber Rücken muss noch“. 3 Coaches, drei verschiedene Meinungen, die unterschiedlicher nicht sein können. 3 Vorbereiter die jahrelange Erfahrung haben, erfolgreiche Athletinnen hervor bringen und trotzdem komplett unterschiedliche Einschätzungen meines Körpers abgaben.  
Wen wählt man jetzt? Der, bei dem die eigene Einschätzung am besten passt? Ehrlich gesagt, habe ich im zweiten Schritt danach ausgewählt, bei wem mir die Athletinnen am glücklichsten vorkamen. Was nützen einem gute Platzierungen, wenn man sich nur mit letzter Kraft durch eine frustrierende Diät kämpft? Was ich sagen will. Jeder Mensch sieht dich mit einer anderen Brille, nicht nur die Vorbereiter, sondern auch die Kampfrichter. Genauso unterschiedlich können deren Meinungen sein. Wenn du in Bayern startest kommst du vielleicht nicht mal unter die Top Ten, wenn du in NRW startest wirst du vielleicht Platz 1 erreichen. Das heißt nicht, dass dein Körper in Bayern kacke war oder deine Performance zwingen schlecht. Manchmal bist du einfach nicht der Typ von den Leuten im Publikum. Das gilt im Übrigen für alle Bereiche des Lebens. Jeder, dem ihr begegnet, hat seine eigene Brille auf. PS: Beim Posingseminar heute wurde genau meine Schultern angesprochen und zwar im positiven Sinne;)

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