Kalorienzählen von hinten- wer probiert‘s aus?

Hallo ihr Lieben,

dieser Beitrag soll auf einem früheren Beitrag von mir basieren und zwar den zur Inhibition. Wenn ihr diesen noch nicht gelesen habt, dann lest ihn euch fix nochmal durch.


Kalorienzählen

In den meisten Fällen zählen wir Kalorien, weil wir abnehmen möchten. Da wir nur abnehmen, wenn wir weniger Energie zuführen, als wir verbrauchen, müssen wir die Energie aufschreiben und aufhören wenn es genug ist. Die wenigsten Leute, die sich zu dick fühlen, haben das gut im Gefühl und können instinktiv Essen und dabei abnehmen. Sonst würden sie sich nicht zu dick fühlen.

In den meisten Fällen starten wir also mit dem Frühstück, ein Käffchen, ein Porridge, vielleicht ein weiches Ei und wir schreiben die Kalorien mit. So geht es weiter über den Tag, jeder Snack, jeder Kaffee mit Milch und jede Mahlzeit wird gewissenhaft aufgeschrieben und abends schauen wir dann wie viele Kalorien sind übrig, was darf ich noch essen?

In vielen Fällen ist dieser Blick leider ziemlich frustrierend und übrig bleibt ein Salat oder andere leichte Kost. Und das zu einer Tageszeit in der wir eigentlich überhaupt keine Fähigkeit mehr haben, uns zurück zu halten.


Inhibition

Ich möchte nur ganz kurz darauf eingehen, denn ich habe das ausführlich schon in meinem Beitrag zur Inhibition erklärt. Inhibition heißt „etwas aktiv nicht zu tun“, also einen Handlungsimpuls zu unterdrücken. Je mehr Handlungsimpulse wir unterdrücken, desto schwerer fällt uns das, bis wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu sind, uns zurück zu halten. Je mehr Entscheidungen wir im Job treffen müssen, je mehr Diätentscheidungen wir tagsüber haben, desto schwieriger wird es abends der verlockenden Chips Packung zu widerstehen. Und widerstehen müssen wir, denn die Kalorien reichen nur für Salat.

Das heißt wir legen die Art Kalorien zu zählen so in unseren Tag, dass wir es unnötig schwer machen.

Kalorienbilanz- zählt nur zwischen 6 und 22 Uhr

Kalorien haben keine Uhr, genauso nicht unser Körper (genaugenommen hat unser Körper eine Uhr, aber die tut Fettverbrennungsmäßig nichts zur Sache). Viele Ernährungsgurus betonen schon länger den Sinn von Flexible Dieting. Das heißt die Tageskalorienbilanz ist gar nicht so wichtig, solange die Wochenkalorienbilanz im Minus liegt. Warum machen wir es uns also extra schwer und legen die letzten Kalorien, die übrig sind in eine Uhrzeit zu der wir vollkommen erschöpft und fertig sind und in der wir nicht auch noch den warnenden Blick unserer Tracking App brauchen?

Warum starten wir nicht mal zu zählen um 16 Uhr, wenn wir von der Arbeit kommen? Oder um 18 Uhr, wenn das Abendbrot ansteht?


Den Tag neu einteilen

Überlegt mal, wie sinnvoll das gerade jetzt im Sommer klingt. Ihr startet mit einem umfassenden Abendbrot. Der ganze Tagessatz ist noch übrig. Ihr habt nicht das geringste schlechte Gewissen, ihr müsst euch nicht zurückhalten. Der Tag war stressig? Egal, es gibt ein leckeres umfangreiches Abendbrot. Wisst ihr was vielleicht passiert? Ihr habt gar keinen Appetit auf Chips auf der Couch, weil ihr nicht verzichten müsst…es gibt keinen Heißhunger.

Dann geht ihr erstmal schlafen. Der psychische Stress des Tages fällt ab. Ein normales Frühstück fällt nicht schwer, weil ihr genug psychische Kräfte habt, um großer Völlerei zu wiederstehen. Die ersten Entscheidungen des Tages gehen gut von der Hand.

Und jetzt sind die letzten übrigen Kalorien mittags. Ihr seid nur mittel gestresst, habt nur mittel viele Entscheidungen getroffen und noch dazu hat man mittags wenig Zeit und wenn Sommer ist, ist es eh so heiß, dass deftiges Essen im Hals stecken bleibt, Jetzt wollt ihr vielleicht gar nichts Schweres essen und der Salat, den ihr euch ursprünglich abends reinwürgen musstet, ist plötzlich echt lecker.

Das Tracking wird also einfach nur um zwei Mahlzeiten verschoben. Für den Körper ändert sich dabei nichts im Geringsten, aber für eure Psyche ändert sich extrem viel. Ihr verteilt den Stress Nein zu sagen viel gleichmäßiger und erleichtert euch diese Aufgabe. Und ihr habt zwei Neuanfänge und Neuanfänge motivieren immer.


Wer wagt die Challenge?

Ich selbst werde Mitte/Ende Mai damit anfangen, da ich bis dahin noch in Massephase bin. Aber ich würde mich extrem freuen, wenn einige von euch den Versuch einfach mal starten und mir berichten, wie es euch ergangen ist. Natürlich gibt es einige Jobs, bei denen die Zeiten verschoben werden müssen z.B. bei der Nachtschicht, aber der Rat lautet: Verschiebt den Start des Trackings ans Ende der meisten Entscheidungen (meist also ans Ende der Arbeit).

Erzählt mir davon, wie habt ihr es gemacht? Gab es Schwierigkeiten? Überraschungen? Änderungen im Essverhalten? Ich bin super neugierigJ

Eure Claudi

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