Mealprep- was dir niemand sagt.

Hallo ihr sportbegeisterten Menschen da draußen,

heute habe ich ein seeeehr ernstes Thema für euch. *tusch* Es geht um Mealprepping und was euch andere Blogs nicht sagen bzw. welche praxistauglichen Tipps immer fehlen. Vielleicht seit ihr ganz neu und wollt dieses ominöse Prepping (Oma nannte es Vorkochen und Einfrieren…ohne Einfrieren) einfach mal probieren oder ihr habt es schonmal probiert und seit anhand des Aufwands oder des Chaos gescheitert (das wäre gar nicht schlimm, ich könnte es verstehen).

Hier werde ich euch mein Mealprepping vorstellen, mit einem Augenzwinkern, aber ich hoffe, ihr könnt trotzdem das ein oder andere mitnehmen. Ich koche immer für 4 Tage vor, das ist stressig und wer nur für den nächsten Tag kocht, wird manche Tipps vielleicht nicht brauchen.

 

1 Der Plan

Es bietet sich an, sich vorher zu überlegen, was man eigentlich kochen und essen möchte und zwar bevor man überhaupt einkaufen geht. Das hat viele Vorteile. Man weiß in der Kaufhalle, was man möchte und verbringt keine 3 Stunden dort (ja das ist schon passiert). Ich gehe sonst gerne shoppen, aber Lebensmittel einkaufen, empfinde ich einfach nur als stressig. Seitdem ich vorher weiß, was genau ich haben will, ist es viel angenehmer und zusammengekürzt auf eine halbe Stunde. Ein weiterer Vorteil ist, man kauft nur was man auch verbraucht und muss nichts wegwerfen. Als mein Freund und ich das erste Mal für ein Mealprep einkaufen waren, hätten wir für das ganze Haus vorkochen können oder für die nächsten 3 Jahre…Zusätzlich dazu, dass einiges vielleicht schlecht wird, habt ihr auch ein anderes Problem, wenn ihr zu viel einkauft. Es passen zusätzlich zum Essen nicht alle Tupperdosen in den Kühlschrank :/.

In vielen Fällen wird man, wenn man preppt einen Plan basiert auf Makros haben und eh planen müssen, aber auch wenn nicht, ist es doch klasse, das Rezept, dass man schon so lange ausprobieren wollte, einfach fest einzuplanen.

2 Was kann ich preppen?
Ein Tagesplan

 Die Antwort: alles. Es gibt ja Leute, die sagen Fisch sollte man nicht preppen oder Gemüse oder Obst. Ja wenn man Fisch essen möchte, sollte man ihn vielleicht nicht erst am 4. Tag auf dem Plan haben. Aber dafür hat man ja einen Plan, dass man potentiell verderblichere Sachen in die ersten Tage packt. Ich habe bisher eigentlich alles vorbereitet und keine Probleme gehabt (außer mit überreifem Obst, aber dazu später).

3 Vor dem Mealprep
Tetris im Kühlschrank

Ok das klingt jetzt vielleicht dämlich, aber stellt erstens sicher, dass ihr genug Tupperdosen da habt und zweitens, dass euer Kühlschrank groß genug für alle Dosen ist. Selbst wenn es euch manchmal so vorkommt, ihr könntet jeden zweiten Abend eine Tupperparty veranstalten, unterschätzt nicht die Menge an einzelnen Gerichten. Außerdem sollten die Dosen dicht genug sein, um sie mitzunehmen und eine entsprechende Größe haben. Ein kleines Beispiel: Ich habe 4 Mahlzeiten am Tag. Zum Frühstück gibt es immer Kuchen, der wird nicht eingetuppert. Bleiben 3 Mahlzeiten a 4 Tage, das sind 12 Tupperdosen nur für mich und mein Freund braucht auch welche. Mein Freund isst nur 3 mal am Tag, ohne Frühstück sind das also immer noch 8 Dosen. 20 Tupperdosen hatten wir nicht im Haus, geschweige denn für 20 Dosen Platz im Kühlschrank. So standen wir beim ersten Mal doch etwas ratlos da, weil wir eben einfach mal drauf losgekocht haben.

 

 

4 Das Prepping selbst

Ok kommen wir zum Eingemachten. Lasst euch ja nicht einreden, Meal prepping geht nicht schnell oder sauber über die Bühne. Die Küche wird im Chaos versinken, die Uhr wird unaufhaltsam ticken und einiges wird anbrennen. Zumindest beim ersten Mal. Die gute Nachricht, das geht vorbei. Bei unserem ersten Vorkochen haben wir fast 4 Stunden gebraucht, mittlerweile sind wir in guten zwei Stunden fertig. Die Küche versinkt allerdings immer noch im Chaos, ich glaube das gehört einfach dazu.

Vorbereitet Kuchen für 4 Tage, drauf klicken für das Rezept.

Einige Tipps um das Kochen zu beschleunigen (für Faule, die nicht unbedingt Gourmets sind):

  • Man kann alle Fleisch- und Fischsorten in einer Pfanne machen. Dabei spart man Öl und der Geschmack geht, wie ich finde nicht so extrem über. Würzen kann man dann später. Frischen Fisch mache ich sonst gerne im Backofen.
  • Man kann das Gemüse einfach unzerschnitten lassen und alles in einem Topf kochen (nur salzen). Dann kann man es am Ende auseinander nehmen und verteilen.
  • Während alle Herdplatten besetzt sind, schon mal Tupperdosen bereit stellen und mit nicht zu kochenden Zutaten füllen.
  • wen es nicht stört, der plant sich zu jeder zweiten Mahlzeit die selbe Beilage, dann spart man sich extra Kochtöpfe.

Noch ein wichtiger Hinweis: schaut euch Obst und Gemüse genau an. Ich hatte es schon, dass der Belag meines Essens fröhlich vor sich hin schimmelte. Dann sitzt man da mit seinem geplanten Essen und muss es eigentlich weg tun. Bisher hab ich die schimmligen Sachen immer runtergekratzt und habe überlebt. Aber das ist kein Rat.

5 Nach dem Prepping
Kürbissuppe im Glas, klickt drauf für das Rezept

Auf keinen Fall die eingetupperten Dosen direkt in den Kühlschrank räumen!!! Es seit denn ihr möchtet es doch einfrieren. Je heißer das Essen noch ist, desto stärker kühlt der Kühlschrank runter und desto mehr Eis habt ihr im Essen (ja auch Erfahrung). Also lasst es auskühlen und ruht euch erstmal aus…mit einem Weinchen oder einem echten leckeren Eis;) Wenn das Essen genug gekühlt ist, gilt es Tetris im Kühlschrank zu spielen. Das raubt einem dann den letzten Nerv, aber wenn man das geschafft hat, kann man sich jeden Tag auf fertiges Essen freuen, dass im besten Fall jedes Mal euer Lieblingsessen ist (schließlich plant ihr ja selbst:)).

So ich hoffe, ihr habt einen Eindruck gewonnen.. Insgesamt bin ich sehr zufriden mit dem Vorkochen. Ich spare viel Zeit beim Einkaufen und auch in der Küche. Wenn ich von Arbeit komme und Hunger habe, ist das Essen schon fertig und damit nasche ich auch weniger. Außerdem muss ich auf Arbeit nicht jeden Tag entscheiden, wass ich essen will und treffe somit auch keine ungesunden Entscheidungen.

Probiert es doch mal aus:)

Claudi

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