Der innere Kritiker- auch eine Chance!

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein bisschen was über den inneren Kritiker erzählen. Ich vermute jeder von euch hat einen. Ob als kleines Teufelchen im Ohr oder als schleichendes schlechtes Gewissen ständig im Herz.

Der innere Kritiker schimpft mit allem was wir tun „Du warst heute faul“, „Du bist hässlich“, „Du bist dumm“, „Du wirst niemals erfolgreich“, „Du wirst niemals deine Ziele schaffen“. Der innere Kritiker ist überall und zu jeder Uhrzeit bei uns. Meistens macht er sich mitten in der Nacht bemerkbar und bauscht kleine Probleme zu ganz großen auf und lässt uns die Nacht unruhig hin- und her wälzen und keinen Schlaf finden.

Jeder von uns egal, ob erfolgreich, schön, schlank oder sportlich hat diesen inneren Kritiker und kämpft mit seiner/ihrer mal lauten mal leisen Stimme. Wir können ihn niemals ganz los zu werden.

Aber die gute Nachricht ist, es gibt Wege mit diesem Kritiker zusammen zu arbeiten. Wir können auf ihn hören und sehen, was er uns sagen will.

Hier sind 5 Wege, die uns helfen unseren inneren Kritiker in den Griff zu bekommen.

  1. Zeig dem Kritiker Wertschätzung

Das heißt, versuche ihn nicht mundtot zu machen. Vielleicht meint er es nur gut und macht sich Sorgen? Frag dich, was ist die Absicht der inneren Stimme? Will sie dich vielleicht vor etwas warnen? Hast du vor etwas Angst oder machst du dir Sorgen einen bestimmten Weg zu gehen?

Der erste Punkt ist also, akzeptiere den Kritiker als ein Teil deiner selbst und werde aufmerksam.

  1. Schreibe auf, was er dir sagt.

Etwas aufzuschreiben, bringt oft schon Ruhe. Gedanken kreisen oft im Kopf umher, werden größer und lauter und nehmen uns vollkommen gefangen. Wenn wir sie aufschreiben, werden sie greifbar, leiser und sind ein Ding. Man kann sie analysieren und dadurch schon verlieren sie ihren Schrecken.

Als nächstes schau ob es Muster gibt, bestimmte Situationen in denen der innere Kritiker immer wieder auftaucht. Gibt es bestimmte Personen oder Sätze, bei denen er direkt losschreit? Meistens lassen sich tatsächlich wenige Situationen eingrenzen, in denen der innere Kritiker immer mitreden will und an diesen kann man dann arbeiten.

  1. Überprüfe die Urteile des Kritikers

Wer nicht vor Selbstbewusstsein strotzt, wird immer wieder überzogene Kritik über sich selbst im Kopf haben und der Kritiker wird sich freuen, einen immer wieder drauf hinzuweisen, wie unzulänglich man ist.

Aber jetzt arbeiten wir ja mit ihm zusammen, er ist ein Vertrauter und muss nicht mehr nur laute Floskeln rufen, weil wir ihm zuhören.

Wir fragen jetzt nach mehr Details, nach mehr Fokus und Sorgfältigkeit. Frage  konstruktiven Hinweisen.

Wir fragen „Du nennst mich Verlierer?“ „Was ist ein Verlierer? Was definiert einen Verlierer. Bin ich genauso?“ Waren wir in dieser Situation wirklich dumm? Hätten wir anders handeln können ohne das Wissen von später. Sind wir wirklich faul? Immer und ständig. Und was bedeutet eigentlich faul genau?

Nimm den inneren Kritiker auseinander und finde raus, was genau ihm an dir stört und was du vielleicht besser machen kannst.

  1. Hole dir objektive Urteile

Frage andere Leute, Menschen, die dich mögen, Freunde, Eltern, Geschwister, Trainingspartner. Frage, wie sie Situationen empfunden haben oder wie sie dich als Mensch sehen. Du wirst sicher erst einmal Verwirrung ernten und später einige Überraschungen erleben. Du wirst aber auch merken, dass den Menschen viele positive Dinge an dir aufgefallen sind.

Wenn wir in einer schlechten Stimmung sind erinnern, wir uns oft auch nur an negative Ereignisse in der Vergangenheit. Verbessere deine Stimmung und frage andere nach guten Situationen.

Und dann erstelle eine Liste mit all den Dingen, die du schon geleistet hast. Egal, wie klein und unbedeutend sie dir vorkommen mögen. Schreibe alles auf. Du hast den Müll runtergebracht? Gut! Auch Kleinigkeiten sind keine Selbstverständlichkeit. Denk daran, wie oft Kinder gelobt werden. Lobe dich und erfreue dich an den kleinen Dingen, die du kannst.

  1. Überprüfe deine Werte

Der innere Kritiker kommt vielleicht gar nicht aus deiner Welt? Regt er sich über Dinge auf, die dir eigentlich egal sind, die aber von irgendjemandem als unglaublich wichtig empfunden werden.

Frage dich: Sind das auch meine Werte? Zwingst du dich vielleicht zu Dingen, nur weil sie gerade in sind und vermeintlich so gemacht werden müssen? Orientierst du dich an Personen, die ein vollkommen anderes Leben führen? Frage dich was deine eigenen Werte sind. Wie du eigentlich Leben willst und was deine eigenen Ziele im Leben sind und dann überlege dir, wie viel Kritik noch übrig bleibt.

Schaffe dir außerdem Werte, die nicht vergänglich sind. Früher musste jeder zum Aerobic, heute soll jeder Muskeln und einen Körperfettwert von unter 10% haben und morgen ist wieder was anderes In. Es ist nicht sinnvoll sein Lebensglück von solchen Trends abhängig zu machen. Hinterfrage Trends genau, hinterfrage die Ziele hinter solchen Trends und dann überlege, was für langfristige Werte du haben willst.

Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Integrität…das sind Werte, die überdauern.

Und zu guter Letzt sieh die Kritik des Kritikers als Verbesserungsmöglichkeit. Wenn er sagt „Das schaffst du nicht“. Dann ist gemeint „Das schaffst du so nicht“. Also frage dich, wie du es schaffen kannst. Was muss anders sein?

Und dann mache dir einen Plan, halte daran fest und schaffe alles.

Claudi

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